• «Den Worten sollen jetzt Taten folgen»

    Interview mit Ernst Aemisegger, Projektleiter Eingliederung, Genossenschaft Migros Aare.

    Herr Aemisegger, welches Loch war für Sie das schwierigste, als Sie die erste Golfrunde auf der Anlage Limpachtal gespielt haben?

    Klar die Spielbahn 3! Der Drive vom Tee muss gerade und lang sein, um die ersten Hindernisse straffrei zu überwinden. Beim 2. Schlag den Baum in der Mitte umspielen, ohne viel Länge zu verlieren. Weitere Bedrohungen: Das Wasserhindernis links und die Ausgrenze rechts auf der ganzen Spielbahnlänge.

    Und was war bisher das Schwierigste, das Sie als Koordinator des Projektteams «Eingliederung» bewältigen mussten?

    Dem Druck der Ansprüche der Golfgemeinschaft standzuhalten, die schon am Tag nach der Vertragsunterzeichnung eine Kursänderung erwartete und mit Forderungen nach Vergünstigungen an uns herantrat.

    Beim Golfen müssen die Richtung und die Länge stimmen. Wo müssen Sie bei der Eingliederung von Golf Limpachtal noch am meisten justieren?

    Kopfzerbrechen bereiten mir die Spielrechte von Aktionären, die nicht genutzt werden. Die Aktionärs-Mitgliedschaften sind die «Lebensader » von Golf Limpachtal. Die Gründe für nicht genutzte Aktionärsspielrechte sind vielfältig und nachvollziehbar. Aber die dadurch fehlenden Jahreseinnahmen müssen wir anderweitig kompensieren.

    Der Einstieg der Migros bei Golf Limpachtal hat nicht überall eitel Freude ausgelöst. Wie wollen Sie den Leuten die Angst vor dem «orangen Riesen» nehmen?

    Gottlieb Duttweiler hat es uns hinter die Ohren geschrieben: Die Migros betreibt keine Machtpolitik und ordnet ihre Interessen stets dem Gesamtinteresse unter. Daran halten wir uns auch bei Golf Limpachtal. Den Worten wollen wir Taten folgen lassen – zum Wohle der Mitglieder und Gäste von Golf Limpachtal.